Tipps für den Frischekick am Morgen
16. Oktober 2019

Positive Psychologie – Steigern Sie Ihr Wohlbefinden

Some day you have to make your own sunshine

Wie geht Glück, Lebenszufriedenheit, Arbeitszufriedenheit, Flow, Aufblühen?

Als wichtigster Begründer und Pionier der Positiven Psychologie gilt Martin E.P. Seligman. Viele Jahre seiner Karriere erklärte er die Entstehung von Glück und Wohlbefinden mit seiner „Theorie des authentischen Glücks“.

Positive Psychologie ist ein Oberbegriff für das wissenschaftliche Studium aller psychologischen Prozesse, die dazu beitragen, das Leben lebenswert zu machen und die Lebensqualität zu steigern. Es geht darum, auf menschliche Stärken zu bauen und sie zu fördern.

Es geht um das glückliche Leben und um das Aufblühen von Menschen.

 Ziel der Positiven Psychologie ist somit nicht nur das Lindern von Leid, sondern die Erforschung von Wohlbefinden, Glück und Zufriedenheit, konstruktiven Gedanken (Optimismus, Hoffnung, Vertrauen), Talenten, Stärken und Tugenden sowie die Anwendung dieser positiven Auswirkun-gen auf das eigene Leben (Frank, 2011).

Aus diesem Grund versteht sich die Positive Psychologie als wichtige Ergänzung innerhalb der angewandten Psychologie, die zu einem umfas-senderen wissenschaftlichen Verständnis des menschlichen Erlebens und Verhaltens auffordert.

Grundsatz: Positives ist nicht die Abwesenheit von Negativem

Ziel: Überwindung der negativen Einseitigkeit

Methoden der positiven Psychologie helfen beim Trainieren von Stärken statt bei der Korrektur von Schwächen

Effekt: Förderung von psychischer und physischer Gesundheit und Erhöhung kognitiver Fähigkeiten, Flexibilität und Kreativität

 

Wie steigern wir unser Wohlbefinden? 

Die Theorie des Wohlbefindens – PERMA-Theorie Seligmann (2011). Es sind fünf Kern-Elemente, die zum Wohlbefinden beitragen:

  • Positive Emotionen
  • Engagement
  • Positive Beziehungen
  • Sinnhaftigkeit
  • Leistung & Erfolg

Im Kern besagt die Theorie des Wohlbefindens, dass Menschen Wohlbefinden erleben, wenn sie von positiven Emotionen getragen werden, wenn sie sich für eine Sache engagieren können, wenn sie gute zwischenmenschliche Beziehungen unterhalten, wenn sie einen Sinn in ihrem Leben sehen und wenn sie Ziele erreichen (Erfolg).

Die Theorie erklärt, wie Menschen aufblühen. Diesen Begriff verwendet Seligman, weil er deutlich zum Ausdruck bringen will, dass psychische Gesundheit mehr ist als die Abwesenheit von psychischen Störungen. Ziel der positiven Psychologie ist laut Seligman das zunehmende Aufblühen durch die Verstärkung dieser fünf Elemente!

Die Theorie verdeutlicht, dass für ein glückliches Leben nicht nur die Abwesenheit von negativen Gefühlen ausreicht. Ein entscheidender Faktor, der zum Erreichen von Wohlbefinden beiträgt, ist laut Seligman das regelmäßige Erleben von positiven Emotionen wie:

  • Dankbarkeit
  • Zufriedenheit
  • Befriedigung
  • Hoffnung
  • Liebe & Freunde
  • Vergnügen und Genuss
  • Training von Stärken statt Korrektur von Schwächen

Freude, Heiterkeit, Interesse, Liebe, Zufriedenheit, Stolz wirken erweiternd.  Ängste, Zorn und Ärger bringen Einschränkungen mit sich.

Jene Menschen, die die meisten positiven Gefühle, das stärkste Engagement, die meisten positiven Beziehungen, den meisten Sinn im Leben und die höchste Zielerreichung haben, laut Seligman die glücklichsten Menschen sind. Auch ergibt sich die Annahme, dass eine Verstärkung dieser fünf Elemente zu einem zunehmenden Aufblühen (Flourishing) führt.

Einfache Tipps und Denkweisen für ein besseres Wohlbefinden:

  1. Die „Was ist gut gelaufen-Übung“ durchführen, in der man sich abends darüber Gedanken macht, was an diesem Tag gut gelaufen ist und welche Stärken dafür verantwortlich waren. Diese Gedanken werden dann in ein Glückstagebuch eingetragen. Das Ziel dabei ist zu erkennen, dass der Alltag voller Erfolge und schöner Ereignisse ist. Dieselbe Me-thode kann verwendet werden, um zu überlegen „Welche Gespräche sind heute gut ge-laufen“. Hier besteht das Ziel darin, zu erkennen, dass man sozial eingebunden ist.
  2. Sich seiner Stärken bewusstwerden, beispielsweise mit Hilfe eines Fragebogens „Die eigenen Stärken erkennen“.
  3. Überlegen „Welche Aktivitäten bringen mich in einen Flow-Zustand?“, wobei das Ziel darin besteht zu erkennen, welche Aktivitäten Flow hervorrufen.
  4. Die Erholungskompetenz zu steigern, indem man sich notiert, bei welchen Dingen man sich physisch und psychisch gut erholen kann. Ziel ist zu erkennen, welche Aktivitäten zur Erholung beitragen.
  5. Übungen zur Achtsamkeit, um sich der eigenen Wahrnehmung bewusst zu werden und zur Entschleunigung.
  6. Dankbarkeitsbesuch machen, jemandem eine Freude bereiten, Widerstandskraft aufbauen, Glücksliste anfertigen: Aufschreiben, wer und was Sie glücklich macht, mindestens 1x täglich lächeln.
  7. Mache Glück zu Deiner Gewohnheit – Jeden Tag!

Nutzen:

  • Optimismus verhindert die Entstehung von Hilfslosigkeit und bewirkt so, dass das Immunsystem funktionsfähig bleiben
  • Optimismus motiviert den Menschen zu einer gesunden Lebensweise. Pessimisten gehen oft nicht sorgsam mit sich selbst um
  • Optimismus wirkt sich auf die Anzahl der negativen Ereignisse im Leben aus. Ein Pessimist erlebt subjektiv mehr „Katastrophen“
  • Optimisten erhalten mehr „soziale Unterstützung“, weil sie mehr Sozialkontakte haben als Pessimisten und diese besser pflegen

 

Mache Glück zu Deiner Gewohnheit

 

 

Quelle: Prof. Dr. Ottmar Braun / Universität Landau/Koblenz – lizenzierte CareerGame Trainerin / Positives Selbstmanagement & mentale Stärke

 

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